Insolvenzrecht

Im Bereich des Insolvenzrechts befassen wir uns nicht nur mit der Beratung und Vertretung von Schuldnern, sondern auch von Gläubigern in allen Phasen der Insolvenz.
Für Selbständige und Unternehmer ist die Regelinsolvenz häufig, aber nicht immer der geeignete Weg zur Entschuldung.

a) Regelinsolvenz

Schon bei sich abzeichnenden Krisen erarbeiten wir umsetzbare Vorschläge, um dem Eintritt eines Insolvenzgrundes juristisch bzw. unternehmerisch entgegenzuwirken.

Dabei treten wir in die Verhandlungen mit der Gegenseite ein und zeigen juristische Möglichkeiten auf, die Gründe für die Insolvenzantragspflicht zu beseitigen. In einem sich gegebenenfalls später anschließenden Insolvenzverfahren stehen wir als Berater bzw. Prozessbevollmächtigte zur Verfügung. Im Einzelnen umfasst dies folgende Tätigkeiten:

Prüfung der Insolvenzantragspflicht
Insolvenzantragstellung für Gläubiger und Schuldner
Beratung und Vertretung im Restschuldbefreiungsverfahren
Erstellung von Insolvenzplänen
Beratung in der Eigenverwaltung
Anmeldung von Forderungen im Insolvenzverfahren
Abwendung von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen
Verteidigung in insolvenzrechtlichen Strafsachen

 

b) Verbraucherinsolvenzverfahren

Des weiteren betreuen wir Privatpersonen bei der Durchführung ihres Verbraucherinsolvenzverfahrens.

Das Verbraucherinsolvenzverfahren ist ein vereinfachtes Insolvenzverfahren und wie dieses in der Insolvenzordnung geregelt. Es soll den Gläubigern eines zahlungsunfähigen (insolventen) Schuldners gleichmäßige forderungsanteilige Befriedigung bringen.
Der Schuldner dagegen kann nach Abschluss des Verfahrens von den im Insolvenzverfahren nicht erfüllten Verbindlichkeiten befreit werden (Restschuldbefreiung). Diese Möglichkeit besteht in Deutschland seit dem Inkrafttreten der Insolvenzordnung (InsO) am 1. Januar 1999. Die Restschuldbefreiung erfolgt gegebenenfalls sechs Jahre nach dem gerichtlichen Beschluss über die Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens. Diese gesetzliche Neuregelung war eine Reaktion auf die zunehmende Überschuldung von wirtschaftlich nicht selbstständigen Menschen.

Gläubiger können aus rechtskräftigen Urteilen und Vollstreckungsbescheiden 30 Jahre lang die Zwangsvollstreckung betreiben. Durch ein Verbraucherinsolvenzverfahren mit anschließender Restschuldbefreiung nach der Insolvenzordnung (InsO) können Überschuldete unter Umständen auch gegen den Willen ihrer Gläubiger eine Befreiung von ihren Schulden erlangen. Dank der Verkürzung der Wohlverhaltensperiode sowie einer möglichen Stundung der Verfahrenskosten haben Überschuldete, deren redliche Bemühungen um eine angemessene freiwillige Einigung mit Gläubigern erfolglos bleiben, nun eine echte Chance auf einem wirtschaftlichen Neuanfang.

Das Verbraucherinsolvenzverfahren ist ein dreistufiges Verfahren: außergerichtlicher Einigungsversuch, gerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren und vereinfachtes Insolvenzverfahren mit anschließender Wohlverhaltensphase.

Rechtsanwalt Volker Warns verfügt als ehemaliger Mitarbeiter einer auf Insolvenzrecht spezialisierten Kanzlei auf diesem Rechtsgebiet über langjährige Berufserfahrung.